Herkunft: Die Heimat des platycerium bifurcatum ist in den tropischen Regenwäldern Australiens und Südostasiens. Dort ist er in den Astgabeln der Bäume eingenistet zu finden.
Gattung: Er gehört zu der Familie der polypodiaceae und umfasst ca. 18 verschiedene Arten.
Wachstum: Der Wuchs dieses Farns prädestiniert ihn für die Haltung als Hängepflanze. Die Blätter wachsen zu allen Seiten und verzweigen sich mit zunehmendem Alter geweihartig - daher auch der Name Hirschgeweihfarn. Neben diesen geweihartigen Blättern bildet die Pflanze außerdem auch noch so genannte Nischenblätter, die mit der Zeit verbräunen und für zusätzlichen Halt der Pflanze sorgen.
Standort: Der Standort sollte hell bis halbschattig sein, wobei man aber direkte Sonne vermeiden sollte.
Pflege: Die optimale Temperatur in der Wachstumsphase beträgt ca.20 °C bis 30 °C bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit. Da wir diese Luftfeuchtigkeit in unseren Wohnräumen nicht erreichen, sollte man die Pflanze regelmäßig wässern, der Wurzelballen sollte nicht austrocknen. Statt zu gießen, taucht man jedoch die ganze Pflanze einmal wöchentlich in kalkarmes, zimmerwarmes Wasser. Auf diese Weise kann die Pflanze die benötigte Wassermenge aufnehmen. (Am einfachsten macht man dies in der Badewanne - außerdem ist das Bad aufgrund der Luftfeuchtigkeit auch ein geeigneter Standort, vorausgesetzt es ist hell genug!) Als Pflanzerde sollte man grobbrockige Lauberde mit Torf und Sand oder Nadelerde verwenden. Düngen kann man während der Wachstumsphase alle 2-3 Wochen mit einer 0,05%igen Dünger- oder Nährlösung. Ebenso kann man in Nährlösung getauchte Torfbrocken zwischen und hinter die Nischenblätter stecken.
Kultivierung: Vermehren kann man den Geweihfarn entweder durch Abtrennen von Jungpflanzen, die sich aus Adventivsprossen gebildet haben, oder durch Aussaat von Sporen. Dies ist jedoch wesentlich komplizierter.
Schädlinge und Krankheiten: Steht der Farn im Winter in zu trockener Luft und zu warm, wird er leicht von Schildläusen befallen. Benutzen Sie möglichst keine Sprühmittel, sondern versuchen Sie, die Läuse mit einem spitzen Messer abzukratzen. Wenn die Blattspitzen eintrocknen, kann Zugluft oder ebenfalls zu trockene Luft die Ursache sein. Größere, braune Flecken unter den Blättern sind eine normale Erscheinung: Es handelt sich hier um die Sporenlager.